Aktuelles

Folgen der Coronavirus-Epidemie

Die derzeitige Epidemie macht das Leben für jeden Menschen schwieriger, sowohl beruflich als auch privat. Die Fachstelle für Zuckerrübenbau bleibt nicht verschont. Es wird alles unternommen, um sicherzustellen, dass die Sortenprüfungen innerhalb der derzeit geltenden Vorgaben durchgeführt werden können. Die Gesundheit der Mitarbeiter und aller beteiligten Partner steht jedoch im Vordergrund, weshalb die Versuche nicht um jeden Preis durchgeführt werden.

Alle weiteren Aktivitäten sind ebenfalls betroffen. Alle "Versuchsbesichtigungen" und die geplanten Flurumgänge wurden bis zum 30. April 2020 abgesagt. Individuelle Feldbesichtigungen bei Auflaufproblemen werden wir nach Absprache mit dem jeweiligen Produzenten organisieren.

All dies basiert auf den aktuellen Weisungen der  kantonalen und eidgenössischen Behörden und wird bei Änderung angepasst.

 

 

 

Rübensaat

Das Wetter wurde, mindestens teilweise, nach Mitte März trockener. Die Saat erfolgte in gewissen Regionen und leichteren Böden ab dem 20. März. Bei intensiver Sonneneinstrahlung und starker Bise trocknet die oberste Bodenschicht  meist rasch ab und zeigt eine helle Farbe. Naturgemäss läuft aber dieser Vorgang von oben nach unten ab und nicht umgekehrt. Deshalb kann nur die Spatenprobe darüber Auskunft geben, ob der Boden in der vorgesehenen Bearbeitungstiefe auch genügen trocken ist. Falls die Erde klebt und von Hand knetbar ist, verzichtet man auf eine Bearbeitung. Die Bearbeitungstiefe soll so eingestellt werden, dass sie in etwa der doppelten Saattiefe entspricht, was einer sehr flachen Einstellung der Geräte entspricht. Das Saatgut wird auf etwa 2-3 cm Tiefe auf festen Boden abgelegt. Wichtig ist, dass nie vor intensiven Niederschlägen gesät wird, denn da würde die Verschlämmungsgefahr mit Krustenbildung ansteigen. Kommt der Pflug zum Einsatz, soll man die Böden nicht zu stark austrocknen lassen. Direkt rückverfestigen und im Anschluss eggen und säen.

 

 

Düngungsempfehlung

 

Die Düngung kann problemlos auch nach der Saat erfolgen. Es braucht nicht zwingend eine Überfahrt vor der Bodenbearbeitung. Die Saatspuren können so im Anschluss genutzt werden. In viehlosen Betrieben braucht es dazu ungefähr 80-100 kg N (aufteilen), 180 kg Kali und 50 kg Phosphor und 40 kg Magnesium je Hektar. Auf Parzellen mit regelmässigem Hofdüngereinsatz in Form von Gülle oder Mist, reicht vor oder nach der Saat eine Gabe von 20-40 Einheiten Stickstoff aus.

 

Die aktuellen Niederschlagsdaten pro Messort sind bereits hinterlegt. Geben sie dazu eine Wetterstation in ihrer Nähe ein und die erforderlichen Bodenparameter. Das Programm errechnet die nötige Menge an Stickstoff automatisch.

 

Hinweise zu den Anbauprogrammen (REB-Bundesprogramme)

 

Die Teilnahme an den Bundesprogrammen REB (Link) ist noch bis 2021 möglich. Ab der AP 22+ werden diese in Produktionssystembeiträge überführt. Nutzen Sie die Chance und wählen Sie aus den verschiedenen Möglichkeiten für Ihren Betrieb das passende Programm aus. Beachten Sie die dazu nötigen Auflagen bezüglich Pflanzenschutzmitteleinsatz, welcher eingeschränkt ist. Die Teilnahme ist freiwillig und ein Ausstieg ist jederzeit möglich.

 

 

 

neue Ausgabe

Der Rübenpflanzer II/2020

 

 

 

 

Schweizer Zucker ist gesucht - ein Kurzfilm des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer