Aktuelles

Die neuen Sorten für 2020 sind bekannt

 

Die Generalversammlung der Schweiz. Fachstelle für Zuckerrübenbau, die sogenannte Sortenkonferenz hat am letzten Freitag entschieden:

 

 Standardsorten

·         Die bewährten Sorten Samuela und Strauss bleiben  auf der Sortenliste.

.         Neu wird die Sorte BTS 2860, vom amerikanisch-deutschen Züchterhaus Betaseed auf die Verkaufsliste aufgenommen. Diese Sorte zeichnet sich durch einen sehr hohen bereinigten Zuckerertrag aus. Die Toleranz gegen Cercospora ist mittel.

·         Masaï wurde von der Liste gestrichen. Fehlende Marktakzeptanz und die schwache cercosporatoleranz sind ihr zum Verhängnis geworden.

·         Smart Belamia bleibt die einzige Sorte mit ConvisoSmart Technologie. Ihre Leistung wurde bestätigt, vor allem die höchste Cercosporatoleranzstufe ist klar belegt.

 

Spezialsorten

·         Rhinema wird die Hauptsorte im SBR-Vergilbungsgebiet bleiben. Sie hat zudem eine hohe Toleranz im Bereich von Rhizoctonia-Wurzelfäule und wird zeitgleich auch als Rhizoctonia-Sorte auf die Liste kommen. Timur wurde gestrichen.

·         BTS 2725 vom Züchterhaus Betaseed wird als Spezialsorte für die SBR-Vergilbungszonen im Übergangsbereich (Seeland) aufgelistet.

·          Strube stellt uns mit der neuen cercotoleranten Spezialsorte Tesla eine adaptierte Züchtung für Betriebe, welche im REB-Programm mitmachen zur Verfügung. Tesla ist optimal für Gebiete, wo man bisher höchstens eine Behandlung aufwenden musste. Diese kann nun weggespart und so am REB-Programm des Bundes teilgenommen werden.

·         Im BIO-Segment werden die Sorten Tesla und auch Rhinema auf der Liste aufgeführt werden. Rhinema ist wiederum für Betriebe mit SBR-Vergilbung oder Rhizoctonia die erste Wahl.

·         BTS 440 ist für Betriebe im Gemüseanbaugebiet reserviert. Sie ist gegen Wurzelnematoden tolerant.

 

 

Schweizer Zucker ist gesucht - ein Kurzfilm des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer

 

 

Wochenberichte Kampagne

 

Zahlen zu Ernte und Stand der Verarbeitung in den Fabriken

http://www.zucker.ch/de/pflanzer/kampagnen/

 

 

Wann soll man roden?

 

Sobald die Temperaturen ab Mitte November einstellige Tageswerte erreicht haben, kann man die Rüben für längere Zeit lagern. Wichtig ist, möglichst wenig verletzte Rüben ans Lager zu legen und dazu ein guter Mietenschutz. Die Sorte Smart Belamia lässt sich eher schlechter köpfen, was eine etwas tiefere Einstellung der Köpfmesser erforderlich macht.

 

Mietenschutz

Das Vlies ist sowohl Frostschutz als auch ein Schutz gegen Nässe. Deshalb wird Vlies kurz vor angekündigten Niederschlägen über die Miete gezogen, so dass die Rüben ausreichend abtrocknen können. Wichtig ist, dass die Mieten gut auskühlen können, bevor gedeckt wird.

 

 

Faule Rüben

 

Laut Branchenvereinbarung der Interprofession dürfen faule Rüben nicht in die Verarbeitung gelangen. In Ausnahmefällen sind Lieferungen mit maximal 10% angefaulten Wurzeln, in Absprache mit der Zuckerfabrik, lieferbar. Deshalb raten wir, alle Parzellen vor der Ernte nochmals zu kontrollieren und ev. faule Nester zu kennzeichnen oder noch besser, heraus zu schlegeln damit der Fahrer die Rodeaggregate wenn nötig ausheben kann.