Aktuelles

Schweizer Zuckerrübenpflanzer fordern Gleichbehandlung

 

App Betaswiss

Die Schweizer Zucker AG, der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer und die Fachstelle für Zuckerrübenbau haben kürzlich eine App für Zuckerrübenpflanzer lanciert. Es ist auf den üblichen Download-Plattformen unter dem Namen "Betaswiss" zu finden und kann mit Ihren Zugangscodes von Ihrem Pflanzerkonto aus aufgerufen werden. Die Fachstelle stellt Ihnen aktuelle Informationen "in Echtzeit" zur Verfügung. Es ist uns eine Freude, dieses neue Kommunikationsmittel zu nutzen.

 

 

Arbeiten kurz vor der Ernte

 

Wichtig ist, dass die Parzellen jetzt nochmals auf Schosser, vor allem jene in Smart Belamia Feldern, diese müssen zwingend ausgerissen und herausgetragen werden, kontrolliert werden. Ein Absamen lassen ist in jedem Fall zu verhindern, denn diese Rübe ist gegen jedes Herbizid auf Basis von Sufonylharnstoff resistent und kann dadurch in vielen Folgekulturen fast nicht bekämpft werden. Werden bei Kontrollen faule Stellen im Feld entdeckt, sollen diese markiert oder vor der Ernte abgeschlegelt werden, damit keine faulen Rüben an die Miete oder in die Fabrik gelangen können. Beim Kontrollgang kann man sich ebenfalls ein Bild zur Situation der Vergilbung machen. Nicht alle Sorten reagierten gleich stark auf die viröse Vergilbung, welche von den grünen Blattläusen übertragen wurde. Gut entwickelte und rasch gekeimte Rüben in früh gesäten Parzellen zeigen tendenziell weniger Vergilbung. Lückig aufgelaufene  Rüben sind von Blattläusen bevorzugt angeflogen worden und zeigen die Viruskrankheit stärker.

 

 

2020 – ein Blattlausjahr

 Die Wetterbedingungen im Herbst sind ganz entscheidend für die Intensität des Blattlausauftretens im Frühjahr. Ein vorzeitiger Laubfall hervorgerufen durch frühe Nachtfröste und heftige Stürme kann die Population stark reduzieren. Leider waren die Herbst-und Wintermonate von Oktober bis Februar viel zu warm, die eisigen Wintertemperaturen für eine natürliche Regulierung der Population fehlten. Blattlauseier sind zudem extrem frostresistent (bis -11°C). Aufgrund der sehr milden Monate Dezember, Januar und Februar müssen wir leider auch davon ausgehen, dass ein grosser Teil der Population lebend überwintern konnte und somit im Frühjahr früher und bereits mit einer höheren Populationsgrösse starten konnte.

 

Das Frühjahr 2020 war schweizweit gezeichnet durch eine sehr lang anhaltende Trockenheit zusammen mit einer Rekord-Bise. Die warmen Bedingungen im April führten dazu, dass sich die Blattlauspopulation auf dem Winterwirt sehr gut entwickeln und aufbauen konnte. Die Jugendentwicklung der Rüben verlief hingegen nur zögerlich. Zudem lösten sich die Beizstoffe in der Pillenhüllmasse im trockenen Boden nicht optimal.

   

Ende April/Anfang Mai erfolgt der Flug der geflügelten Blattläuse vom Winterwirt in die nahegelegenen Zuckerrübenbestände. Die Eiablage der Marienkäferweibchen erfolgt zur selben Zeit, ist aber sehr stark von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängig. Wenn aber die Temperatur unter den Toleranzwert von ca. 12°C sinkt, tritt ein Entwicklungsstillstand ein. Wir gehen davon aus, dass die Kälteperiode während der Eisheiligen deren Entwicklung gehemmt hat. Dadurch konnten die Nützlinge die sehr grossen Blattlauspopulationen nicht bewältigen. Zudem war in diesem kühleren Zeitraum auch die Wirksamkeit des Insektizides Pirimor unzureichend und vermochte die Population nicht richtig zu dezimieren.

 

 

neue Ausgaben:

Newsletter Juni 2020

Tätigkeitsbericht 2019

Versuchsbericht 2019

Rübenpflanzer II/2020

 

 

 

 

Streifen-Sortenversuche

 

Es stehen mehrere Versuchsfelder mit den Sorten zur freien Besichtigung bereit:

  

Bargen BE: Siselenstrasse ca. 500 m vor Siselenbrücke rechts erstes Rübenfeld

  

Landw. Schule Strickhof, Lindau; Koordinaten 693 750 / 256 450

 

 

 

Schweizer Zucker ist gesucht - ein Kurzfilm des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer