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Feldtage 2020 

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Newsletter vom 12. Mai 2020

Tätigkeitsbericht 2019

Versuchsbericht 2019

Rübenpflanzer II/2020

 

 

Wurzelbrand

Dort wo Rüben erst spät aufgelaufen sind, zeigen kleine Pflanzen vielfach Wurzelbrand. Gegen Wurzelbrand kann man im Moment nichts tun. In Zukunft braucht es jedoch in solchen Parzellen eine Kalkung, vor allem dort wo in den letzten fünf bis acht Jahren keine solche mehr erfolgt ist. Kalk wird ständig durch den Niederschlag in tiefere Bodenschichten verlagert und fehlt dann irgendwann, auch wenn der pH-Wert noch knapp im neutralen Bereich liegen sollte. Zuckerrüben benötigen hohe pH-Werte und viel freier Kalk, das zeigen die Felder heuer deutlich.  Am besten bestellen sie bereits jetzt die nötige Menge an Ricokalk bei der Zuckerfabrik für diesen Sommer. Nach der Getreideernte ist der richtige Zeitpunkt für das Aufkalken der zukünftigen Rübenparzellen. Sichern sie sich die nötigen Mengen des wichtigen Bodenverbesserers und zugleich preiswerten Düngers. Wir rechnen mit etwa 10-15 Tonnen Ricokalk pro ha, welcher am besten direkt auf die Getreidestoppel gestreut wird.

 

Blattläuse

Die schwarze Blattlaus ist in vielen Parzellen anzutreffen. Die Schadschwelle beträgt: bis 4-Blattstadium = 50% der Pflanzen weisen Befall auf. Ab 6-Blattstadium = 80% der Pflanzen mit Befall, bevor eine Behandlung erfolgen darf. Falls die Bekämpfungsschwelle überschritten wird, darf ohne Sonderbewilligung Pirimicarb (Pirimor) gespritz werden. Pirimor soll mit maximal 100 g/ha eingesetzt werden. Es sind genügend Spritzfenster offen zu lassen, damit sich die Nützlinge genügend rasch ausbreiten können. Pirimor nicht in Mischung mit Herbiziden ausbringen. Siehe auch Sonderbeilage Pflanzenschutz 

 

Unkrautkontrolle 

Die Unterschiede im Rübenstadium von Feld zu Feld sind teilweise enorm. In Saaten von Ende März sind die Rüben stellenweise erst Ende April nach den Niederschlägen gekeimt. In Saaten mit gutem Bodenschluss, kündigt sich der Reihenschluss bereits vor Ende Mai an. In solchen Parzellen wird es höchste Zeit für die letzten Massnahmen. Gegen Hirsen oder Gräser kann man in einem separaten Spritzgang ein Gräsermittel vom Typ „Fusilade“  einsetzen. Gegen Hirsen genügt die untere empfohlene Dosierung, gegen Quecken muss die volle Dosis eingesetzt werden. Falls Quecken zeitgleich nesterweise bekämpft werden sollen, kann man mittels einer zweiten Überfahrt die nötige Menge an Wirkstoff ausbringen.  

 

Gegen Disteln (wüchsige Bedingungen und ca. 15-20 cm Wuchshöhe) setzt man, auf den befallenen Teilflächen in einem separaten Spritzgang, Lontrel mit 1,2 l/ha ein. 1-2 l/ha Herbizidöl beimischen.

 

Mit der Rückenspritze dosiert man 10 ml Lontrel und gleichviel Herbizidöl auf 10 Liter Wasser. Vorgängig (ca. 8 Tage Wartefrist) sollten keine Behandlungen mit Debut erfolgt sein. Die Disteln würden sonst zu wenig Lontrel-Wirkstoff aufnehmen.

 

In Feldern mit Unkräutern im echten Blatt, wie Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Ausfallraps, Klebern, Ackerwinden oder Kamille, kann der Einsatz einer Maschinenhacke helfen. Grössere Unkräuter können nur so ausreichend bekämpft werden.

 

Bei der Sorte Smart Belamia ist der Herbizideinsatz mit Conviso One in der Regel bereits abgeschlossen. Die Wirkung ist, ausser gegen Ehrenpreis (Wirkungslücke) ausserordentlich gut und anhaltend. Dort braucht es in der Regel keine Nachbehandlung oder Hackdurchgang mehr.

 

Düngungsempfehlung

Für die Behandlung mit Bor-Flüssigdüngern ist der Reihenschluss der optimale Zeitpunkt. Spritzen sie beim Erreichen von ebendiesem eine Menge von 5-7 kg/ha Solubor (Borsulfat) mit mindestens 300 l/ha Wasser über das Blatt.

 

 

 

 

 

 

Schweizer Zucker ist gesucht - ein Kurzfilm des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer