Aktuelles

Ertragsprognosen

bestätigen den Trend zu unterdurchschnittlichen Rüben-Erträgen. Dagegen sind die Zuckergehalte, dort wo das Blattwerk intakt war, erfreulich hoch.   

 

 

Die Ernte beginnt Ende September im Westen

Die Kampagne wird in Aarberg am 3.10. starten. In Frauenfeld werden vorab Bio-Rüben verarbeitet, so dass ca. um den 10. Oktober mit der konventionelle Kampagne begonnen wird. Somit werden die ersten Rüben höchstens  eine Woche vor dem Kampagnebeginn geerntet werden. Wir empfehlen, bei hohen Temperaturen grosse Zurückhaltung beim Roden auf Vorrat. Bei warmer Witterung sollten die Rüben nicht lange gelagert werden müssen, sonst resultiert hoher Verlust an Gewicht und Zucker. In gesunden Parzellen kann im Oktober noch etwas Zuwachs resultieren. Wichtig ist es in jedem Fall, alles zu Ernten was gewachsen ist, mit möglichst wenig Wurzelbruch im Boden. Der Rübenkopf soll nur so tief wie nötig geköpft werden (5-Liber-Test), damit zumindest alle vermeidbaren Verluste in Grenzen gehalten werden können.

 

Welche Fäulen können auftreten?

Auch in diesem Jahr ist teilweise leichter Fäulebefall festzustellen. Glücklicherweise ist die gefürchtete  Kopfälchenfäule infolge der Trockenheit praktisch nicht aufgetreten.

Auf die Rhizoctonia-Wurzelfäule trifft man auf einigen Parzellen, vor allem wenn Mais oder Wiese als Vorfrucht standen. Die späte Wurzelfäule Rhizoctonia ist unter diesem Link beschrieben:

Es dürfen grundsätzlich keine durchgefaulten Rüben in die Fabrik gelangen. Für angefaulte Rüben gilt die Regel, dass maximal 10% angefaulte Rübenkörper in einer Lieferung toleriert werden.

 

Blattraupen auch Gammaeulen genannt, verursachten in vielen Gebieten durch Frass einzelne Löcher in den Rübenblättern. Der Lochfrass der letzten Generation ist teilweise sehr stark. Bei heisser und trockener Witterung konnte sich im September eine weitere Generation etablieren. Dadurch kann es ab September zu sogenanntem Gerippfrass kommen, dort werden einzelne Rübenpflanzen oder ganze Stellen im Feld kahlgefressen. Der Schaden ist jedoch optisch meist schlimmer als die Auswirkung auf den Ertrag. Es sind keine Insektizide bewilligt, resp. nur in Absprache mit den kantonalen Fachstellen. Behandlungen mit Pyrethroid wären bei Hitze oder später im September ohne messbare Wirkung.